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Zweibrücken
14.März 1945
Ein amerikanischer Kriegsberichterstatter beschrieb das zerstörte Zweibrücken als "den größten Trümmerhaufen", eine Stadt, die "aufgehört habe zu bestehen".
Der große Bobenangriff vom 14. März 1945 ließ den Innenstadtbereich Zweibrückens zu 90% in Trümmern zurück. Fassungslos stand die Bevölkerung vor den Ruinen, als sie die Bunker und Keller verließ. Bereits vor dem Angriff vom 14.März hatte der Krieg seine Spuren in Zweibrücken hinterlassen.
Luftschutzübungen im Vorfeld des Krieges, war 1939 die Evakuierung der Zivilbevölkerung, gefolgt.
Denn Zweibrücken lag in der "roten Zone" und war als mögliches Angriffsziel besonders gefährdet.
Eine zweite Evakuierung erfolgte 1944.
Kurz vor Kriegsende wurden Hitlerjungen und Volkssturm rund um die Stadt zum Stellungsbau und zu Schanzarbeiten eingesetzt, während die Front immer näher rückte.
Rund um Zweibrücken waren tausende von Einwohner, Westwallarbeitern und Soldaten im Einsatz, um die Region vor dem erwarteten Angriff der Alliierten zu schützen.
Panzergräben waren anzulegen und die Tieffliegerangriffe nahmen an Intensität und Häufigkeit zu.
Ab September 1944 fiel schließlich der Schulunterricht aus, weil sich jede verfügbare Kraft am Bau der Verteidigungsanlagen in der Region um Zweibrücken beteiligen musste.
Der Alltag wurde nun mehr und mehr vom Krieg bestimmt. Ständig ertönten die Luftschutzsirenen und die Menschen hetzten in die Bunker.
Bei jedem Alarm kam die Angst, diesmal selbst das Ziel zu sein und nicht schnell genug Schutz zu finden.
Im Luftschutzwarndienst waren Hitlerjungen eingesetzt, die unter anderem häufig vom Turm der Alexanderkirche den Luftraum beobachten mussten und im Ernstfall die Schadensmeldung weiterzugeben hatten.
Artilleriebeschuss und Luftangriffe mehrten sich.
Am 28. September 1944 griffen Tiefflieger das Bahnhofgelände an und brachten einen mit Sprengstoff beladenen Güterzug zur Explosion. Eine Vielzahl von Industriebetrieben und Häusern wurde teilweise zerstört oder stark beschädigt, die Druckwelle der Explosion verursachte Schäden im ganzen Stadtgebiet.
Im Januar 1945 kam es durch Luftangriffe zu schweren Schäden in der Innenstadt, ein Angriff auf einen im Eisenbahnabschnitt abgestellten Munitionszug führte zu einer weiteren Explosion, die die Oberstadt in Mitleidenschaft zog. Die Schäden, die diese Angriffe hinterließen verblassen jedoch neben der Totalen Verwüstung am 14. März 1945.
Die Bevölkerung, die während dieses Angriffs in Kellern und Bunkern Schutz gefunden hatte, traute ihren Augen kaum als, die Stadt im Feuerschein vor ihnen lag.
In der Hauptstraße stand nicht ein Haus mehr. Das Gasthaus "Zum Hirsch" in der unteren Hauptsraße hatte als einziges Gebäude den Angriff überstanden.
Eine Trümmerwüste erstreckte sich über die gesamte Innenstadt.
Straßenzüge waren nicht mehr vorhanden; bekannte Bauwerke wie Schloss, Alexanderkirche, Karlskirche und herzogliches Archiv waren nur noch an den Resten ihrer Außenmauern zu erkennen. Weit über 90% der Wohngebäude waren zerstört oder beschädigt, Industrieanlagen und Handwerksbetriebe zum Teil total zerstört.
Das öffentliche Versorgungsnetz war in weiten Teilen so sehr in Mitleidenschaft gezogen, das die Wiederinstandsetzung und Neubau viel Zeit in Anspruch nehmen würde.
Der gewachsene historische Kern der Zweibrücker Innenstadt war zerstört, Wohn- und Verwaltungsgebäude kaum noch vorhanden.
Doch die Stadt holte tief Luft und machte sich an die Arbeit. Denn es galt mehr als eine Millionen Kubikmeter Schutt und Trümmer zu beseitigen.
Alliierter Bombenterror
über Zweibrücken
Bombardierungstag: 30.11.1944
Bomberverband: 9.USAF
Angriffsziel: Zweibrücken - Verschiebebahnhof
Zivile Opfer: 6Tote
Bombardierungstag: 28.12.1944
Bomberverband: 8.USAF / 20Flugzeuge
Angriffsziel: Zweibrücken - Bahnanlagen
Zivile Opfer: Unbekannt
Bombardierungstag: 03.01.1945
Bomberverband: 8.USAF / 55 Flugzeuge
Angriffsziel: Zweibrücken
- Verschiebebahnhof / Innenstadt wurde zerstört
Zivile Opfer: 9Tote
Bombardierungstag: 07.01.1945
Bomberverband: 8.USAF
Angriffsziel: Zweibrücken
- Verschiebebahnhof 30 Gebäude zerstört
Zivile Opfer: 39Tote
Bombardierungstag: 14.03.1945
Bomberverband: RAF / 230 Flugzeuge
Angriffsziel: Zweibrücken
- Flächenbombardement 80% aller Gebäude zerstört
Zivile Opfer: 192Tote
Bombardierungstag: 15.03.1945
Bomberverband: 9.USAF
Angriffsziel: Zweibrücken -Militärstützpunkt
Zivile Opfer: Unbekannt
Der 14. März 1945
Eine Stadt hört auf zu bestehen
Ein amerikanischer Kriegsberichterstatter beschrieb das zerstörte Zweibrücken als "den größten Trümmerhaufen", eine Stadt, die "aufgehört habe zu bestehen".
Der 14.März 1945 begann mit frühlingshaftem Wetter, die Sonne schien, der Himmel war fast wolkenlos und keiner dachte, dass dieser Tag in einem Alptraum enden sollte.
Gegen Abend kam die Meldung im Rundfunk, ....feindliche Flugzeuge über dem Reichsgebiet gesichtet. Im gleichen Moment wurden schon die ersten Markierungslichter der voraus fliegenden Beobachtungsflugzeuge über dem Stadtgebiet abgeworfen. Kurz darauf überflogen schon die ersten Bomber die Stadtgrenze und begannen ihre tödliche Last abzuwerfen. Die Bombardierung dauerte knapp 25 Minuten, in diesem kurzen Zeitraum wurden aus 230 Bombern der Royal Air Force (RAF) über tausende Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Die Bomber flogen in mehreren Gruppen. Die ersten warfen überwiegend Sprengbomben ab, die nachfolgenden Brandbomben, die restlichen bombardierten was von den voran fliegenden Gruppen noch nicht vollständig getroffen und zerstört wurde.
In vielen Strassen türmten sich die Schutthaufen Meter hoch. Das alte historisch gewachsene Zweibrücken war zu über 90% zerstört. Unersetzliche Werte waren für immer verloren.
Zweibrücken erlebte im Verlauf des 2. Weltkrieges mehrere zum Teil leichte und schwere Luftangriffe.
MIT ÜBER 90 % ZERSTÖRUNGEN WAR ZWEIBRÜCKEN DIE AM STÄRKSTEN ZERSTÖRTE STADT DEUTSCHLANDS!!!
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